Fisherman’s Bliss

(puzzle)


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Als Grundlage für dieses Motiv diente Ruderboot 3 aus dem folgenden Kurzgeschichten-Trio:




Das Ruderboot

(kurzgeschichten)



Sofia sitzt auf einem Ruderboot,
dass in einem grünen See vor sich hin treibt.
Die Sonne geht unter und der Tag ist fast vorbei.
Der Wind dreht sie und das Boot im Kreis.
Er singt ein Lied für sie von ihr und ihrem Tim.
Die nun kein wir mehr sind. Sofia raucht und raucht,ihr ist schlecht.
Nur es ist nicht das Boot, nicht die Zigaretten, es ist das Lied.
Sie hört es zum ersten mal und kann es nicht wieder vergessen.
Die Ruder warten auf ihre schlaffen Hände und der See spricht Bände
von einer Tiefe die lieber verborgen bliebe hinter einer Milchglasscheibe.
So wie sie beide, wie ihre Liebe es war.
Mehr als ein Jahr, hatte Sofia gehofft und gesprochen, gehofft und gesprochen.
Doch die Tage mit Tim, hatten immer mehr modrig gerochen.
Obwohl sie sich mochten, war seit Anbeginn etwas mit am kochen,
das faulig ist und alt, unberührbar und kalt.
Sofia rudert zum Ufer zurück,
eine Träne begleitet sie auf dem Weg,
sie kann sie nicht sehen 
aber sie ist sich sicher,
dass sie grün ist.



Clara sitzt auf einem Ruderboot,
dass in einem hellblauen See vor sich hin treibt.
Die Sonne scheint und es verfliegt die Zeit.
Der weiße Wein, heizt auf im Plastikglas
und als Clara sich vergaß zum zweiten mal an diesem Tag,
sah sie wie Rene neben ihr lag. Er schaut rüber zum Gras am Rande des Sees
und will immer wieder kommen und nie wieder gehen.
Benommen schütten Hände Oxytocin, nach dem See gehts nach Venedig oder Wien
wie wenig ist schon entdeckt wie viel ist versteckt zwischen diesen stotternden Augen.
Clara sieht sie an und manchmal muss sie glauben,
es sei das Oxycodon oder die Benzos, Rene sagt es war immer schon so.
Aber warten dahinter mehr Tage wie dieser,
der tiefe Winter zog sie so oft nieder zu Boden.
In der Vergangenheit ließ sich aller Anfang loben
und darüber Hinaus gab es Dunkelgrau leises aus.
Heißer Rauch an feuchten Lippen,
Clara will sich nicht sehen.
Sie will sich verschütten.





Sima sitzt auf einem Ruderboot,
dass in einem dunkelblauen See vor sich hin treibt,
sie schaut in den wolkenlosen Himmel und ist den See Leid.
Sie weiß nicht wo sie hin will, vielleicht auf ein anderes Gewässer,
eines ohne Ufer in Sicht. Sie hört das Gelächter aus der Ferne, selber lacht sie nicht.
Wie gerne, hätte sie die Ruhe und den Frieden, immer hier zu liegen.
Doch da ist ein Beben in der Brust ein Schreien in den Beinen.
Es ist die Lust nicht zu verweilen. Dabei liest Sima gerne zwischen den Zeilen,
der Anderen, was kann das denn auch nur werden. Zwischen ihren Zeilen, werden alle Männer sterben.
Wie sie bereits starben mitten in ihren Armen.
Leichen die unter ihrem Boot im See liegen fragen, wieso kann sie nicht lieben?
Der Himmel grinst und erzählt vom Meer, stürmisch und frei.
So will sie sein.
Doch jede Nacht auf dem Meer, hatte sie heimgebracht
schwer in ein Bett allein. Ohnmächtig und klein.
Mit so viel Erfahrung und so wenig Ahnung von den Dingen.
Sie wird in den See springen.
Unter Wasser kann sie nichts sehen
und das will sie auch nicht.
 






“Das Ruderboot” ist ein Kurzgeschichten-Trio von Alizah Anders, in dem die zwischenmenschlichen Beziehungen dreier Personen beschrieben werden.
Diese drei Geschichten habe ich in Form von impressionistischen Malereien eingefangen.